WirtschaftFeatured

KI-Revolution: Der vollständige Masterplan für Arbeit, Einkommen und Vermögen

Ulrich Schild von Spannenberg
22 Min. Lesezeit

Die KI-Revolution verändert Arbeit und Einkommen radikal. Dieser umfassende Masterplan zeigt, wie Sie durch Eigentum an produktivem Vermögen Ihre finanzielle Zukunft sichern – mit konkreten Strategien für Finanzierung, Einkommenssicherung und Vermögensaufbau im KI-Zeitalter.

KI-Revolution: Der vollständige Masterplan für Arbeit, Einkommen und Vermögen

Kapitel 1: Masterplan zur Finanzierung des Übergangs

Im ersten Teil dieser Serie haben wir gesehen, wie Künstliche Intelligenz und Robotik die Arbeitswelt radikal verändern und warum Millionen klassischer Jobs bedroht sind. Die Frage „Wie hängen KI, Arbeit und Einkommen künftig zusammen?" ist keine akademische Debatte, sondern eine Existenzfrage für Arbeitnehmer in den nächsten Jahrzehnten.

In diesem zweiten Teil geht es um das, was fast alle politischen Diskussionen ausblenden: den Masterplan zur Finanzierung des Übergangs. Es reicht nicht, zu wissen, dass Maschinen immer mehr Arbeit übernehmen. Entscheidend ist, wie wir Einkommen, Steuern und Vermögen so neu organisieren, dass aus der KI-Revolution kein Horrorszenario, sondern eine Überflussgesellschaft entsteht – mit hoher Lebensqualität und echter finanzieller Freiheit.

Die Ausgangsfrage: Warum KI, Arbeit und Einkommen einen Finanzierungsplan brauchen

Unser heutiges System basiert fast vollständig auf Lohnarbeit: Die meisten Menschen verkaufen ihre Zeit, erhalten dafür Gehalt und finanzieren damit ihr Leben, den Sozialstaat und ihre Altersvorsorge. Auf diesem Fundament sitzt das komplette Gebäude aus Steuern, Sozialbeiträgen und staatlichen Leistungen.

Die KI-Revolution sprengt genau dieses Fundament:

  • KI-Systeme übernehmen immer mehr geistige Tätigkeiten.
  • Roboter und Automatisierungssysteme übernehmen körperliche Arbeiten.
  • Plattformen und Datenmonopole konzentrieren Gewinne bei wenigen Unternehmen.

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Kristalina Georgieva, warnt, dass KI einen sehr großen Anteil der Jobs weltweit verändern oder ersetzen wird – mit der klaren Botschaft: Ohne neue Regeln für Einkommen und Verteilung wächst die Ungleichheit dramatisch. (Internationaler Währungsfonds, https://www.imf.org)

Kurz gesagt: Wenn wir KI, Arbeit und Einkommen nicht neu denken, bricht unser System aus Lohnarbeit, Steuern und Sozialleistungen früher oder später auseinander. Der Finanzierungsplan für die KI-Gesellschaft ist keine Option – er ist eine Notwendigkeit.

Vier Leitprinzipien einer zukunftsintelligenten Finanzierung

Bevor wir in konkrete Maßnahmen gehen, brauchst du einen klaren Kompass. Vier Leitprinzipien helfen, kluge von gefährlichen Vorschlägen zu unterscheiden.

Breiter Nutzen: Lösungen für die Mehrheit, nicht für Lobbygruppen

Finanzierungsmodelle für die KI-Ökonomie müssen der breiten Bevölkerung dienen – nicht nur einzelnen Branchen oder Interessengruppen. Wenn nur eine kleine Elite aus KI, Automatisierung und Kapitalerträgen profitiert, während die Mehrheit der Arbeitnehmer Einkommen verliert, ist sozialer Sprengstoff programmiert.

Die OECD weist seit Jahren darauf hin, dass technologische Umbrüche ohne „inclusive growth" das Vertrauen in Institutionen zerstören. Wer KI, Arbeit und Einkommen stabil halten will, muss gezielt für breite Teilhabe sorgen.(OECD, https://www.oecd.org)

Einfachheit: Komplexe Systeme werden in Krisen unbeherrschbar

Je komplizierter Steuern, Sozialleistungen und Subventionen sind, desto mehr Geld verschwindet in Verwaltung, desto leichter profitieren diejenigen, die sich teure Beratung leisten können – und desto weniger kommt bei dir an.

Milton Friedman hat es zugespitzt: Komplizierte Programme erzeugen zwangsläufig Verschwendung und Fehlanreize. Seine Idee der negativen Einkommensteuer war genau deshalb radikal einfach gedacht.(MIT Sloan, Einführung zur Negativen Einkommensteuer: https://mitsloan.mit.edu)

Nachhaltigkeit: Lösungen, die Zinswenden und Krisen überleben

Eine Finanzierung ist nur tragfähig, wenn sie auf Jahrzehnte angelegt ist. Dauerhafte Neuverschuldung oder „Gelddrucken" können eine kurze Phase überbrücken – sie lösen aber keine Strukturprobleme. Steigende Zinsen, alternde Gesellschaft und wiederkehrende Krisen machen aus Schuldenbergen schnell ein explosives Gemisch.

Der Ökonom Thomas Piketty weist zu Recht darauf hin, dass unkontrollierte Kapitalakkumulation instabile und politisch gefährliche Ungleichheiten erzeugt. Aber auch ein Staat, der sich immer weiter verschuldet, ohne seine Strukturen zu reformieren, ist auf Dauer nicht stabil.(Harvard University Press, https://www.hup.harvard.edu)

Freiheit und Eigenverantwortung: Mehr Souveränität, weniger Bevormundung

Die KI-Revolution schafft die technische Grundlage, Verwaltung zu verschlanken und Bürger finanziell souveräner zu machen. Eine zukunftsintelligente Finanzierung muss genau das nutzen: klare Regeln, digitale Prozesse, einfache Transfers – und viel Raum für Eigenverantwortung.

Der KI-Pionier Andrew Ng fasst die Dimension von KI so zusammen: „Künstliche Intelligenz ist die neue Elektrizität" – sie wird jede Branche durchdringen.(Stanford Graduate School of Business, https://www.gsb.stanford.edu)

Wenn KI der neue Strom ist, müssen die Leitungen – also Steuern, Transfers und Vermögensaufbau – so verlegt werden, dass sie viele versorgen, nicht nur wenige.

Gefährliche Finanzierungswege im KI-Zeitalter: Was du klar vermeiden solltest

Es gibt eine ganze Reihe von Vorschlägen, mit denen Politik versucht, auf KI, Arbeit und Einkommen zu antworten. Viele klingen auf den ersten Blick „sozial", sind aber in einer KI-Welt hoch gefährlich. Nennen wir diesen Komplex offen den gefährlichen Weg der KI-Finanzierung.

Kurzfristige Beruhigung durch Schulden und Gelddrucken

Nach jeder Krise ist die Versuchung groß: Der Staat verschuldet sich stärker, um Ausfälle bei Einkommen, Jobs und Renten zu kompensieren. Nach der Finanzkrise, nach der Corona-Pandemie, im Zuge der Energiewende – jedes Mal wurden neue Schulden aufgenommen.

Im KI-Zeitalter funktioniert das immer schlechter:

  • KI und Automatisierung drücken Löhne und Beschäftigung in vielen Bereichen.
  • Weniger Lohnarbeit heißt: weniger Steuern und Sozialbeiträge.
  • Mehr Schulden bei weniger stabiler Einnahmebasis sind ein giftiger Mix.

Langfristig entsteht ein Teufelskreis: Politisch wird immer wieder mit neuen Schulden beruhigt, aber die strukturelle Frage, wie KI, Arbeit und Einkommen neu zusammenfinden, bleibt ungelöst.

Warum eine Robotersteuer mehr schadet als nützt

Immer wieder taucht die Forderung nach einer Robotersteuer oder KI-Steuer auf. Die Idee: Wenn Unternehmen Maschinen statt Menschen einsetzen, sollen sie dafür extra zahlen.

Der MIT-Ökonom Daron Acemoglu warnt davor, mit der Brechstange bestimmte Technologien zu „bestrafen". Er kritisiert nicht die Besteuerung an sich, sondern die Gefahr, dass KI als „so-so technology" genutzt wird – also vor allem, um Löhne zu drücken statt echte Produktivitätsgewinne zu erzielen.(MIT Economics, https://economics.mit.edu)

Eine Robotersteuer hat drei zentrale Schwächen:

  • Sie bestraft produktive Investitionen, die unseren Wohlstand langfristig tragen sollen.
  • Sie verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit der Länder, die sie einführen.
  • Sie ist kaum sauber abzugrenzen: Was ist ein „Roboter", was eine „Software", wo beginnt „KI"?

Statt Maschinen zu besteuern, ist es klüger, die Gewinne aus Automatisierung fair zu besteuern – und sie in Einkommenssicherung und Vermögensaufbau der breiten Bevölkerung zu lenken.

Der tragfähige Finanzierungsweg: Wie KI, Arbeit und Einkommen stabil zusammenfinden

Wenn du den gefährlichen Weg der KI-Finanzierung kennst, stellt sich die entscheidende Frage: Wie sieht der tragfähige Weg aus, der Einkommen und Vermögen sichert – ohne das System zu überlasten?

Dieser tragfähige Weg ruht auf vier zentralen Säulen.

Subventionen abbauen und Zukunft freilegen

Heute fließen enorme Beträge in Subventionen und steuerliche Sonderregeln, deren Nutzen oft zweifelhaft ist:

  • Förderung veralteter Technologien
  • Standortsubventionen ohne langfristigen Effekt
  • Privilegien für Gruppen mit starker Lobby

Die OECD hat gezeigt, dass sogenannte „tax expenditures" – also Steuerausnahmen – in vielen Ländern mehrere Prozentpunkte des BIP ausmachen. (OECD – Tax Expenditures, https://www.oecd.org/tax)

Wenn wir diese Mittel konsequent aufräumen und umschichten in:

  • Bildung und Umschulung für die KI-Ökonomie
  • negative Einkommensteuer bzw. Grundsicherung
  • Programme zum Vermögensaufbau der breiten Bevölkerung

dann bekommen KI, Arbeit und Einkommen eine neue Balance – ohne zusätzliche Schuldenorgien.

Sozialstaat neu denken: Negative Einkommensteuer

Statt immer neue Leistungen, Programme und Anträge zu erfinden, ist der Ansatz der negativen Einkommensteuer radikal einfach:

  • Wer über einer definierten Einkommensgrenze liegt, zahlt Steuern.
  • Wer darunter liegt, erhält automatisch Geld ausgezahlt.

Milton Friedman hat dieses Modell als eine der effizientesten Möglichkeiten beschrieben, Armut zu bekämpfen, ohne den gesamten Arbeitsanreiz zu zerstören. Heute, mit digitaler Steuerverwaltung und KI-gestützten Prozessen, ist dieses Konzept technisch realistischer als je zuvor. (MIT Sloan, https://mitsloan.mit.edu)

Für dich bedeutet das: weniger Bürokratie, weniger Würdeverlust durch Anträge und Prüfungen – und ein automatischer Korrekturmechanismus, der greift, wenn KI, Arbeit und Einkommen zeitweise auseinanderfallen.

Produktivitätsgewinne dort besteuern, wo sie entstehen

Wenn KI und Robotik dafür sorgen, dass ein Unternehmen mit weniger Arbeitsstunden mehr Wert schafft, dann entstehen zusätzliche Gewinne. Ein Teil dieser Gewinne sollte zur Finanzierung von Grundsicherung, Weiterbildung und Vermögensaufbauprogramme dienen.

Das Prinzip ist einfach:

  • Gewinne, die aus Automatisierung und KI-Produktivitätszuwächsen entstehen, tragen stärker zur Finanzierung des Systems bei.
  • Unternehmen, die weiterhin viele Menschen beschäftigen, werden über besondere Abzugsregeln bei Lohnsummen entlastet.

Produktives Vermögen als dein persönlicher Sicherheitsanker

Alle beschriebenen Reformen helfen, die Grundlage zu stabilisieren. Aber der wichtigste Hebel betrifft dich persönlich: dein Eigentum an produktivem Vermögen.

Viele Arbeitnehmer wurden über Jahrzehnte in klassische Sparformen gedrängt: Sparbücher, Kapitallebensversicherungen, verzinste Rentenpolicen.

Das Problem: Geld ist an sich nicht produktiv. Es wird nur dann sinnvoll, wenn es in Unternehmen, Innovation und reale Projekte investiert wird. Wer in einer KI-Ökonomie nur „spart", aber nicht am Produktivkapital beteiligt ist, trägt das volle Systemrisiko – ohne an den Gewinnen teilzuhaben.

Die Kapitalmarktforschung zeigt: Breit gestreute Aktienportfolios haben über lange Zeiträume hinweg die höchsten realen Renditen erzielt. In einer Welt, in der KI und Automatisierung die Produktivität vieler Unternehmen explodieren lassen, werden Unternehmensbeteiligungen zur zentralen Einkommensquelle für alle, die nicht nur von Lohnarbeit leben wollen.

Andrew Ng beschreibt KI als neue Elektrizität – sie durchdringt jede Branche. Die logische Konsequenz: Du solltest Miteigentümer dieser Branchen sein, statt nur Kunde zu bleiben. (Stanford GSB, https://www.gsb.stanford.edu)


Kapitel 2: Gefahr - So sichern Arbeitnehmer ihr Einkommen

Einleitung: Warum „KI, Arbeit und Einkommen" jetzt zusammengehören

Viele erleben KI noch als faszinierendes Spielzeug: Ein Chatbot, der Texte schreibt, Bilder malt und Fragen beantwortet. Gleichzeitig passiert in Unternehmen etwas viel Größeres: Stellen werden neu zugeschnitten, Aufgaben verschwinden, ganze Abteilungen werden „verschlankt".

Der Internationale Währungsfonds schätzt, dass weltweit etwa 40 % aller Jobs von KI betroffen sind, in reichen Ländern wie Deutschland oder den USA sogar rund 60 %. Ein Teil dieser Tätigkeiten wird durch KI ergänzt, ein anderer Teil schlicht ersetzt. In einem Blogbeitrag warnt der IWF, KI könne zwar Wachstum und Produktivität steigern, gleichzeitig aber auch Jobs verdrängen und Ungleichheit vertiefen, wenn Politik und Gesellschaft nicht rechtzeitig reagieren.(Quelle: Studie des IWF zu KI und Arbeitsplätzen – https://www.imf.org/en/blogs/articles/2024/01/14/ai-will-transform-the-global-economy-lets-make-sure-it-benefits-humanity)

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) kommt zu dem Ergebnis, dass in vielen Mitgliedsländern fast ein Drittel der Beschäftigten in Berufen arbeitet, die ein hohes Automatisierungsrisiko tragen. Und das Weltwirtschaftsforum erwartet, dass in nur fünf Jahren weltweit etwa ein Viertel aller Arbeitsplätze „disruptiert" wird – also grundlegend verändert oder abgebaut.(Quelle: OECD Employment Outlook – https://www.oecd.org/en/publications/oecd-employment-outlook-2023_08785bba-en.html)

Kurz gesagt: KI, Arbeit und Einkommen sind keine Zukunfts-, sondern Gegenwartsfragen. Es geht um die Sicherung Ihres Lebensstandards, Ihrer Familie und Ihrer Zukunft.

Was KI heute wirklich verändert

Generative KI einfach erklärt

Frühere Automatisierungswellen betrafen vor allem Muskelkraft: Maschinen ersetzten körperliche Arbeit. Computer automatisierten später einfache Routinen in Büros. Generative KI geht weiter: Sie automatisiert das, was viele für typisch menschliche Denkarbeit hielten.

Ein System wie ChatGPT wurde mit gewaltigen Mengen an Text, Code und anderen Daten trainiert. Es kann:

  • Texte schreiben, zusammenfassen und überarbeiten,
  • Programmcode erzeugen, testen und verbessern,
  • Ideen entwickeln, Informationen strukturieren und Strategien skizzieren,
  • zunehmend mit Text, Bild, Audio und Video gleichzeitig arbeiten.

Der entscheidende Punkt: Generative KI unterstützt oder übernimmt ganze Aufgabenpakete, die bisher Menschen erledigt haben – von der Kundenmail über den ersten Vertragsentwurf bis hin zur Auswertung von Daten und der Erstellung von Präsentationen.

Was diesmal anders ist als bei früheren Wellen

Drei Faktoren machen diese KI-Generation so einschneidend für KI, Arbeit und Einkommen:

Während Internet und Smartphone Jahre brauchten, um Hunderte Millionen Nutzer zu erreichen, verbreiteten sich generative KI-Tools innerhalb von Monaten. Unternehmen integrieren KI in Software und Prozesse, bevor viele Beschäftigte überhaupt verstanden haben, was diese Systeme wirklich können.

KI dringt direkt in Büros, Verwaltungen und Dienstleistungen ein. Berufe in Verwaltung, Marketing, Medien, Finanzdienstleistung, Recht oder Beratung – lange als relativ „sicher" wahrgenommen – stehen plötzlich im Fokus der Automatisierung.

Die vielzitierte Oxford-Studie von Frey und Osborne kam bereits 2013 zu dem Ergebnis, dass langfristig bis zu 47 % aller US-Jobs automatisierbar sind – nicht nur in Fabriken, sondern quer durch viele Branchen.(Quelle: Oxford-Studie zur Zukunft der Arbeit – https://www.oxfordmartin.ox.ac.uk/publications/the-future-of-employment)

Heute, mit generativer KI, wird deutlich, was das bedeutet: Die Grenze zwischen „intelligenter Software" und menschlicher Wissensarbeit verschwimmt.

Drei Zukunftsszenarien: Horror, Krise und Überfluss

Horror-Szenario: Massenarbeitslosigkeit und Destabilisierung

Im Horror-Szenario setzen Unternehmen KI und Robotik radikal zur Kostensenkung ein. Millionen Jobs in Verwaltung, Service, Transport und Produktion verschwinden in kurzer Zeit. Weiterbildungsangebote reichen nicht ansatzweise aus, um den Verlust auszugleichen.

  • hohe Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung,
  • wachsende Armut und Abhängigkeit von Transferleistungen,
  • politischer Extremismus und gesellschaftliche Spannungen.

In diesem Szenario wird KI zum Treiber eines sozialen Erdbebens – nicht, weil sie „böse" wäre, sondern weil ein altes System von KI, Arbeit und Einkommen ungebremst gegen die Wand fährt.

Krisen-Szenario: Dauerstress und Prekarisierung

Im Krisen-Szenario gelingt der totale Kollaps zwar nicht, aber der Preis ist hoch:

  • Der Arbeitsmarkt spaltet sich: Oben hochproduktive, gut bezahlte Wissensarbeiter mit KI-Unterstützung; unten wachsende Gruppen prekär Beschäftigter.
  • Viele Menschen wechseln häufiger den Job, haben unsichere Verträge und hohen Anpassungsdruck.
  • Staat und Unternehmen reagieren mit Einzelmaßnahmen, ohne das System grundlegend zu reformieren.

Das Ergebnis: Dauerstress, gefühlte Unsicherheit, schleichender Wohlstandsverlust.

Überfluss-Szenario: Produktiver Wohlstand und breites Vermögenseinkommen

Im Überfluss-Szenario nutzen Gesellschaften die Produktivitätsgewinne von KI klug:

  • Güter und Dienstleistungen werden deutlich günstiger, weil KI und Robotik enorme Effizienz bringen.
  • Neue Tätigkeiten entstehen vor allem dort, wo Menschen für Menschen da sind: Pflege, Bildung, Coaching, Kreativwirtschaft, Unternehmertum.
  • Produktivitätsgewinne werden nicht nur in Profite, sondern auch in kürzere Arbeitszeiten und breiten Vermögensaufbau übersetzt.

Eine Analyse von McKinsey zeigt, dass generative KI weltweit zusätzliche Billionen an Wertschöpfung pro Jahr ermöglichen könnte, wenn Unternehmen und Staaten in Weiterbildung und Anpassung investieren.(Quelle: McKinsey-Report zum Potenzial generativer KI – https://www.mckinsey.com/capabilities/tech-and-ai/our-insights/the-economic-potential-of-generative-ai-the-next-productivity-frontier)

Wer besonders betroffen ist – und wer profitieren kann

Hochrisiko-Tätigkeiten: Routine und Standardprozesse

Besonders gefährdet sind Tätigkeiten, die sich leicht in Daten und Regeln fassen lassen:

  • Callcenter- und Kundenservice-Jobs,
  • klassische Sachbearbeitung in Verwaltung, Versicherung, Banken,
  • einfache Übersetzungs- und Schreibaufgaben,
  • standardisierte Büro- und Backoffice-Prozesse.

Große Sprachmodelle können hier einen Großteil der Aufgaben übernehmen: Anfragen beantworten, Formulare ausfüllen, Standardberichte verfassen. Das Weltwirtschaftsforum erwartet gerade in solchen Verwaltungsrollen deutliche Rückgänge.

Tätigkeiten mit Zukunft: Menschliche Stärken im Mittelpunkt

Es gibt aber auch Tätigkeiten, bei denen Menschen auf absehbare Zeit unersetzlich bleiben:

  • direkte Arbeit mit Menschen (Pflege, Erziehung, Therapie, Coaching),
  • Führung, Verhandlung, komplexe Entscheidungen unter Unsicherheit,
  • Unternehmertum, Kreativität und das Gestalten neuer Geschäftsmodelle.

In diesen Feldern wird KI zum Copiloten: Sie liefert Informationen, strukturiert Daten und schlägt Optionen vor – aber der Mensch bleibt Entscheider, Beziehungsarbeiter und Verantwortlicher.

Was Arbeitnehmer jetzt tun müssen

Die gefährlichste Strategie im KI-Zeitalter ist Passivität. Wer weiterhin allein auf seinen Arbeitsplatz vertraut, ohne seine Rolle zu verändern oder Vermögen aufzubauen, setzt viel aufs Spiel.

Arbeit neu denken: Vom Ausführer zum Architekten

Stellen Sie sich nicht mehr nur als „Mitarbeiter", sondern als Architekt von Lösungen vor. Fragen Sie sich:

  • Welche Probleme löse ich für Kunden, Kollegen oder das Unternehmen?
  • Wie kann ich KI nutzen, um mehr Wert zu schaffen – statt einfach nur Aufgaben abzuarbeiten?
  • Welche Entscheidungen, Beziehungen und Verantwortungen kann KI mir nicht abnehmen?

Je größer Ihr Anteil an strategischen, kreativen, zwischenmenschlichen Aufgaben ist, desto stabiler ist Ihre Position.

Eigentum an produktivem Vermögen aufbauen

Wer sich nur über Arbeitseinkommen definiert, ist im System von KI, Arbeit und Einkommen einseitig aufgestellt. Parallel zur beruflichen Anpassung brauchen Sie eine zweite Säule: Vermögenseinkommen.

  • Schrittweise aus unproduktiven Sparformen (klassische Sparverträge, niedrig verzinste Konten) aussteigen.
  • Stattdessen breit gestreute Unternehmensbeteiligungen aufbauen – etwa über kostengünstige, diversifizierte Aktienfonds nach dem Buy-and-Hold-Prinzip.
  • Wo es zu Ihrer Risikobereitschaft passt, gezielt Unternehmen und Branchen einbeziehen, die von KI und Automatisierung profitieren.

Kapitel 3: Warum Eigentum über deine Zukunft entscheidet

Die Illusion der Sicherheit: Warum Sparen in Geld und unproduktivem Vermögen tödlich ist

Eines ist heute unbestreitbar: Das KI-Zeitalter liegt nicht vor uns – es hat uns längst überholt und lässt sich nicht zurückdrehen. Die technologischen Prozesse, die unsere Wirtschaft und Gesellschaft prägen, laufen bereits im Hintergrund mit einer Dynamik, die die meisten Menschen noch gar nicht wahrgenommen haben. Genau deshalb entscheidet sich jetzt, wer sich rechtzeitig anpasst und in der neuen, exponentiell beschleunigten Realität seinen Platz behauptet und wer unvorbereitet zu den Verlierern dieses historischen Umbruchs gehören wird.

Die größte Herausforderung für Arbeitnehmer in der kommenden KI-Wirtschaft besteht nicht nur im möglichen Verlust des Arbeitseinkommens, sondern auch in der jahrzehntelangen falschen Beratung durch Staat und Finanzindustrie, wie Vermögen aufgebaut werden soll. Wer sein Einkommen im Zeitalter von KI, Arbeit und Einkommen sichern will, muss verstehen, dass das Sparen in unproduktivem Vermögen ein zweiter fataler Systemfehler in unserer Wirtschaft ist.

Geld: Der zweite fatale Fehler

Viele Staaten haben ganze Generationen von Arbeitnehmern praktisch dazu gezwungen, in Geld zu sparen – sei es in Lebensversicherungen, Rentenverträgen, Sparverträgen oder Bausparverträgen.

  • Unproduktives Vermögen: Geld ist als solches nicht produktiv. Die Zinsen, die man auf Geldeinlagen, Darlehen oder Anleihen bekommt, sind nur ein kleiner Teil dessen, was andere an Ertrag erzielen, wenn sie das Geld tatsächlich investieren.
  • Keine reale Rendite: Die Zinsen für gespartes Geld gleichen die Inflation in der Regel maximal aus; oft ist die reale Rendite sogar negativ. Bargeld, auf das man gar keine Zinsen bekommt, schrumpft unaufhaltsam im Wert.
  • Abhängigkeit von Lohnarbeit: Durch das Sparen in Geld blieben die meisten Menschen seit Jahrzehnten ohne nennenswertes Vermögen und waren damit dauerhaft auf ihr Arbeitseinkommen angewiesen. Dieses Versäumnis fällt uns nun in der Automatisierungs- und KI-Krise brutal auf die Füße.

Viele Politiker in Europa halten Investitionen in Unternehmen noch immer für „zu riskant". Bezeichnend dafür ist das Wort „Zockerrente" für die Aktienrente. Wer so spricht, versteht nicht, wie Wirtschaft funktioniert, verhindert praktisch den Aufbau von Vermögen in der breiten Bevölkerung und zwingt die Bürger, auf den größten Teil ihres Ertrages zu verzichten – mit fatalen Folgen für KI, Arbeit und Einkommen der nächsten Jahrzehnte.

Rohstoffe und Immobilien: Unzureichende Alternativen

Auch andere Sachwerte bieten keine tragfähige Lösung für den breiten Vermögensaufbau der Masse, um in einer KI-Welt finanziell überleben zu können.

  • Rohstoffe und Kryptowährungen: Rohstoffe und Kryptotokens sind ebenfalls unproduktives Vermögen, da sie keine laufenden Erträge bringen. Sie können im Preis steigen, aber auch stark fallen. Sie sind hochspekulativ und für einen nachhaltigen Vermögensaufbau für die breite Bevölkerung ungeeignet.
  • Immobilien: Immobilien sind zwar grundsätzlich produktives Vermögen, da man durch Vermietung Erträge erzielt. Allerdings sind die Renditen im Vergleich zu Unternehmensbeteiligungen (Aktien) relativ gering. Zudem werden Immobilien in Zukunft vermutlich keine nennenswerten realen Wertsteigerungen mehr bringen, insbesondere in Volkswirtschaften mit schrumpfender Bevölkerung (außer in einigen Regionen Afrikas). Immobilien profitieren zudem nur sehr begrenzt von KI und Robotik und stellen – selbst in Fonds – häufig ein Klumpenrisiko dar, weil sie immobil sind.

Wer im Zeitalter von KI, Arbeit und Einkommen auf diese unproduktiven oder begrenzt produktiven Vermögensarten setzt, wird den Strukturbruch kaum überstehen.

Der Königsweg: Die Macht des produktiven Vermögens

Die mit Abstand wirksamste, langfristigste und systemisch intelligenteste Maßnahme, um Bürger vor der drohenden Armutskatastrophe zu bewahren, ist die Förderung des Aufbaus von Eigentum an produktivem Vermögen.

Die einzige Personengruppe, die keine Angst vor den Auswirkungen von KI und Robotik auf die Wirtschaft hat, sind die Eigentümer von Unternehmen – vorausgesetzt, diese Unternehmen sind gut aufgestellt und profitieren von der massiven Produktivitätssteigerung durch KI. Genau hier entscheidet sich die Zukunft von KI, Arbeit und Einkommen.

Direkte Beteiligung an der Automatisierung

Ideal wäre es, so viele Menschen wie möglich zu Eigentümern von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen zu machen, die im Bereich des produktiven Kapitals tätig sind.

  • Gewinne aus der Verdrängung: Verliert ein Lkw-Fahrer seinen Job an einen autonom fahrenden Lkw, sollte er politisch und systemisch unterstützt werden, Eigentum an einem solchen Lkw (oder dem Betreiberunternehmen) zu erwerben.
  • Hohe Erträge: Unternehmen, die KI-Systeme und Roboter kaufen und diese an andere Unternehmen vermieten oder in skalierbare Plattformmodelle integrieren, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich höhere Erträge erzielen als normale, nicht technologische Geschäftsmodelle, weil die Zuwächse an Produktivität zu enormen Gewinnsteigerungen führen.
  • Unmittelbarer Profit: Diese Lösung ermöglicht es den neuen Unternehmenseigentümern, direkt, unmittelbar und schnell von KI und Robotik zu profitieren und bereits aus den Erträgen leben zu können – statt nur darauf zu hoffen, dass der Lohnarbeitsmarkt sie „irgendwie" auffängt.

Die Überlegenheit der Buy-and-Hold-Strategie

Wer langfristige Sicherheit in einer Welt von KI, Arbeit und Einkommen sucht, sollte in breit gestreute Aktienfonds nach dem „Buy and Hold"-Prinzip investieren.

  • Höchste Renditen: Historisch ist eindeutig nachgewiesen, dass Investitionen in breit gestreute Aktienfonds deutlich höhere reale Renditen und Wertzuwächse bringen als Investitionen in Immobilien oder andere Vermögensgegenstände.
  • Nachhaltigkeit und Sicherheit: Durch die breite Streuung in Tausende von Unternehmen ist man vor großen Einzelpleiten und Branchencrashs geschützt. Langfristig und im großen Bild ist es kaum möglich, bei konsequentem Investiertbleiben real Verluste zu erleiden. Das Vermögen wächst über die Jahrzehnte.
  • Konkrete Ergebnisse: Selbst wenn man vorsichtig mit 5 % realer Rendite rechnet (was 2 % Inflation und 7 % nominaler Rendite entspricht), kann ein einmalig angelegtes Basisvermögen von 100.000 € in 60 Jahren fast 1,9 Millionen Euro an Kaufkraft in heutigem Wert ergeben.
  • Nachhaltige Entnahme: Wer zusätzlich monatlich 500 € in diesen Fonds einzahlt, kann ab dem 60. Lebensjahr eine nachhaltige monatliche Entnahme von rund 10.800 € (vor Steuern, in heutiger Kaufkraft) erzielen, ohne dass das Vermögen schrumpft.

Damit wird klar: Wer KI, Arbeit und Einkommen zukunftsfest machen will, braucht Eigentum an produktiven Unternehmen – nicht „Sparen in Geld".

Basisvermögen und echte Chancengleichheit

Um diese Strategie systemisch zu verankern, ist die kühne Idee eines Basisvermögens bei Geburt eine hochinteressante Maßnahme.

  • Startkapital: Jeder neugeborene Mensch erhält beispielsweise ein Basisvermögen von 100.000 €.
  • Investitionszwang in Produktivität: Dieses Vermögen muss zwingend in einem breit gestreuten, wissenschaftlich aufgebauten Aktienfonds investiert werden, der an der globalen Produktivitätsentwicklung von KI und Robotik teilhat.
  • Zugang und Unabhängigkeit: Das Vermögen wäre bis zum 60. Lebensjahr unantastbar, könnte aber als Sicherheit für staatlich unterstützte Darlehen (z. B. für Bildung oder Unternehmensgründung) genutzt werden.

Die Folge wäre eine Gesellschaft von wohlhabenden, unabhängigen Bürgern und ein finanziell gesünderer Staat. Es entstünde deutlich mehr echte Chancengleichheit als durch heutige, hochkomplexe Sozialsysteme. Die Bürger würden sich nicht mehr gegenseitig „auf der Tasche liegen", sondern wären Mit-Eigentümer des gemeinsamen Produktivitätsfortschritts.

Eine Überflussgesellschaft funktioniert nur dann stabil, wenn das Vermögen systematisch an die nächste Generation weitervererbt wird. Dann geht es jeder neuen Generation besser als der vorherigen – und KI, Arbeit und Einkommen geraten in ein konstruktives, statt destruktives Gleichgewicht.

Die Notwendigkeit der radikalen Vereinfachung: Abschied vom Verwaltungsmonster

Die Einführung intelligenter Transferleistungen (wie einer negativen Einkommensteuer) und die konsequente Förderung von Vermögensbildung setzen eine radikale Verschlankung und Automatisierung der Staatsverwaltung voraus.

Steuersystem und Bürokratie

Steuern sollen dem Staat Einnahmen verschaffen – und sonst nichts. Das heutige Steuerrecht dient jedoch oft politischen Einzelinteressen und versucht, jede vermeintliche Ungerechtigkeit durch Sonderregeln auszugleichen. Das macht das System unendlich kompliziert.

  • Kosten der Komplexität: Das komplexe Steuerrecht kostet Unternehmen, Bürger und den Staat selbst enorm viel Zeit und Geld, ohne einen entsprechenden gesellschaftlichen Nutzen zu stiften. Häufig profitieren gerade jene am meisten, die sich teure Steuerberater leisten können.
  • Verschlankung: Durch die radikale Vereinfachung des Steuersystems und die Abschaffung unnötiger Subventionen (ein Land wie Deutschland könnte hier schnell 120 Milliarden Euro pro Jahr einsparen) würden enorme Mittel frei, die zur Finanzierung der Transformation von KI, Arbeit und Einkommen genutzt werden könnten. Subventionen verlängern oft nur die Lebensdauer veralteter Strukturen und verhindern Innovation.

Vollautomatisierung der Sozialverwaltung

Das heutige System der Sozialleistungen ist ein extremes Beispiel für Ineffizienz. Ein Großteil des Aufwands fließt in die eigene Verwaltung und in die Ermittlung der Bedürftigkeit – nicht in die eigentliche Aufgabe, nämlich Menschen in Not wirksam zu helfen.

  • Die Einfachheit der negativen Einkommensteuer: Eine negative Einkommensteuer könnte das Finanzamt vollautomatisch auszahlen, denn es weiß auf den Cent genau, wer wie viel verdient. Die gesamte Sozialverwaltung (Jobcenter, komplizierte Sozialleistungen und parallel laufende Programme) wäre damit logisch betrachtet weitgehend überflüssig. Milliardenkosten für Anträge, Prüfungen und Berechnungen würden entfallen.

Erst wenn der Staat sein eigenes System verschlankt, entsteht finanzieller und organisatorischer Spielraum, um KI, Arbeit und Einkommen wirklich neu zu denken.

Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Die historische Chance

Wir stehen vor der größten und schnellsten Transformation unserer Lebens- und Arbeitswelt seit Beginn der Industrialisierung. Die Geschwindigkeit und Radikalität, mit der KI und humanoide Roboter die menschliche intellektuelle und körperliche Arbeitsleistung übertreffen werden, ist historisch beispiellos.

Die Notwendigkeit des Handelns

Das auf menschliche Arbeitsleistung gegründete Wirtschafts- und Staatssystem kann die Automatisierung eines Großteils der Arbeit in seiner heutigen Form nicht überleben. Wenn wir Arbeit und Einkommen nicht neu denken, drohen uns das Krisenszenario oder im Extremfall das Horrorszenario – geprägt von massiver Armut, gesellschaftlichem Zerfall und dem langsamen Tod der Freiheit.

Es ist realistisch, dass wir zunächst ein Krisenszenario erleben, möglicherweise gefolgt von einem Horrorszenario, bevor wir – wenn überhaupt – das Überflussszenario erreichen. Ob es dazu kommt, hängt davon ab, ob Regierungen und Unternehmen den Mut haben, die notwendigen systemischen Veränderungen bei KI, Arbeit und Einkommen einzuleiten.

Der Weg zum Überfluss

KI und Robotik bieten gleichzeitig die historische Chance, für alle Menschen ein Leben in Wohlstand, hoher Lebensqualität und guter Gesundheit zu ermöglichen – ein Leben, das dem heutigen Lebensstil der Superreichen näherkommt als dem Durchschnittsalltag von heute. Und das, ohne die Biosphäre weiter zu zerstören.

Die drastisch steigende Effizienz senkt mittelfristig die Lebenshaltungskosten, weil Personalkosten aus vielen Produkten und Dienstleistungen nahezu verschwinden. Ein Kilometer im Robotaxi für 20 Cent ist ein symbolisches Beispiel dafür, wie radikal die Kostenstrukturen kippen können.

Um dieses Überflussszenario zu erreichen, müssen wir das System ändern – nicht hin zu mehr Staatswirtschaft oder Sozialismus, sondern hin zu einem System maximaler Freiheit und realer Lebensqualität:

  • Systematischer Einkommenstransfer: Basiseinkommen in Form einer negativen Einkommensteuer, finanziert durch radikale Reduktion ineffizienter Staatsausgaben und höhere Ertragssteuern auf die Produktivitätsgewinne der Unternehmen.
  • Langfristige Unabhängigkeit: Aufbau eines Volkes von Unternehmenseigentümern durch konsequente Förderung des Eigentums an produktivem Vermögen (breit gestreute Aktienfonds), damit Menschen unabhängig von Lohnarbeit und staatlicher Alimentierung werden.

Ihr persönlicher Imperativ

Jeder Mensch wird von dieser Transformation betroffen sein – ob er will oder nicht. Die wirkungsvollste Maßnahme, um weiterhin ein Leben mit hinreichendem Einkommen führen zu können, besteht darin, möglichst schnell und systematisch Eigentum an produktiven Unternehmen aufzubauen, die von der KI- und Robotik-Wirtschaft profitieren.

Gleichzeitig müssen Arbeitnehmer die exponentiell steigenden Fähigkeiten generativer KI (wie ChatGPT & Co.) sofort nutzen, um ihre eigene Arbeit intelligent zu ergänzen, produktiver zu werden und ihren Schwerpunkt von Routinetätigkeiten auf strategische Führung, Kreativität, Problemlösung und direkten Dienst am Menschen zu verlagern.

Die reine Abhängigkeit von Lohnarbeit ist für die meisten Menschen kein belastbares Zukunftsmodell mehr. Der Übergang wird nicht einfach, aber wir haben heute die Chance, ihn zukunftsintelligent zu gestalten.

Der Imperativ lautet:

Beginnen Sie jetzt, das Fundament für Ihre finanzielle Unabhängigkeit im Zeitalter von KI, Arbeit und Einkommen zu legen – als Eigentümer von produktivem Vermögen, nicht als passiver Zuschauer Ihres eigenen Bedeutungsverlustes.